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Jetzt trennte sie nur noch ein kahler Betongang von der eigentlichen Klinik. Die spezielleren - und durchaus zahlreicheren - Patienten sollten nicht alle durch die Tür gehen, die auch die Cops sahen. Sicher ist sicher. Aber auch gemeingefährliche Terroristen hatten Angehörige, und sofern die halbwegs legal waren, boten die eine hervorragende Tarnung als 'echte Patienten' an der Vordertür der Klinik.

Mit ziemlicher Sicherheit wurde sie grade wieder nach Strich und Faden gescannt. Runner gingen nicht mal unbewaffnet aufs Klo, und das vertrug sich nicht unbedingt mit dem natürlichen Überlebensinstinkt unterbewaffneten Medizinpersonals.

Die Tür auf der anderen Seite war eine ganz andere Welt, eher an das Außenschott eines Raumschiffes gemahnend und vermutlich ernstzunehmender Widerstand selbst gegenüber Sprengstoff und Thermit.

Sie spürte den Unterschied, den die Schatten machten. Zwischen den Runnern, die aus den Barrens kamen, Leute, die nichts gelernt und noch weniger zu verlieren hatten, brutale Kreaturen die sich die Gesellschaft selbst gezüchtete hatte. Und auf der anderen Seite jene echten Haie, die zwischen den kleinen Fischen schwammen. Profis, Attentäter und sogar einige wenige, die einer durchaus erstrebenswerten Wertvorstellung folgten. Das allgemein gültige Rechtsverständnis der Gesellschaft war schließlich auch nichts, das man als Menschenfreund wirklich gut heißen konnte. Regierungen und Konzerne waren Sümpfe der Macht, die manchmal aus reiner Fähigkeit dazu Menschen quälten. Dagegen zu kämpfen, machte Kollateralschäden unter den willfährigen Mittätern, also der Managerebene, zu einer Frage der Effizienz, nicht mehr der Moral.

Schwarz und Weiß verschwammen, und um so mehr, je reiner die eigene Überzeugung war.

 

Hinter der gepanzerten Tür war sie in der Welt der Profis, der Besserverdiener. Eigentlich als ein Fremdkörper, der hier nicht her gehörte. Die saubere Krankenhausatmosphäre strahlte in hellem, kalten Neonlicht. Und mithilfe einer Schwester, die zumindest einen Taser trug um sich ihrer Umwelt ein wenig anzupassen, fand sie den Weg in ein Wartezimmer.

Es dudelte irgendein Radiosender, lautlos lief ein CombatBiking-Sportkanal auf einer Flüssigkristalltapete, und die einsame Zimmerpalme wurde wahrscheinlich auch mehr als nur abgestaubt. Eine geradezu unechte Szenerie.

Zwei andere Leute warteten mit ihr. Ein Hungerhaken von Elf, mit einer ganzen Batterie Datenbuchsen am Schädel, der nur kurz apathisch aufsah und ihr zunickte. Sie war sich sicher, sie hätte brennen können, und seine Reaktion wäre die gleiche gewesen, so sehr war er auf seine eigene virtuelle Welt konzentriert.

Der anderen war ein Norm, ein Latino der Kategorie quadratisch-praktisch-gut. Extrem hart trainiert, aber so geschmeidig wie ein Backstein. Wahrscheinlich kam er über keine Mauer, kompensierte dieses Defizit aber, indem er einfach durch sie hindurch lief.

Er saß vornübergebeugt, die kalten, kantigen Cyberaugen auf das Webmuster des Teppichs konzentriert. Dicke Kunstmuskelstränge wölbten sich unter der Haut seiner blanken Oberarme - ganz offensichtlich ein Straßensamurai. Ein Krieger, der mehr mit seinem Kriegerkodex als der Menschlichkeit gemein hatte. Sie sah die kleinen Versätze auf seinem vorgebeugten Nacken und musste sofort an einen Cyberschädel denken, ein Komplettersatz der eigentlich nur bei schlimmsten Unfällen notwendig wurde, um das weiche Zeug zusammenzuhalten. Und auch nur dann, wenn nicht schon geklontes Knochenmaterial zur Hand war. Oder natürlich, wenn man das Ganze mit Panzerung versehen wollte. Unwillkürlich hatte sie sich selbst an den Hinterkopf gefasst, ja, da, unter der Kopfhaut, versteckt von den Haaren verliefen die feinen Rillen, die einen kosmetisch aufgebauten Cyberschädel verrieten.

Unwillkürlich musste sie sich vorstellen, wie man wurde, wenn man keine Angst mehr hatte verletzt zu werden, weil alles an einem gepanzert und ersetzbar war. Lief man dann irgendwann ohne nachzudenken vor eine Sturmkanone? Sehr wahrscheinlich.

Ihre Finger strichen an ihrem Hals entlang, spürten aber die Wärme von echter Haut. Oder zumindest dem gut gemeinten Versuch, sie so natürlich wie möglich wieder aufzubauen.


Eine junge Arzthelferin mit aufgenietetem Lächeln lieferte Svea in einem Büro im dritten Stockwerk ab und lies sie dort alleine. Das Mädchen war etwa so alt wie Svea, aber als Norm deutlich kleiner. Die junge Frau hatte versucht, ihren linken Arm unter langärmligen Klamotten zu verstecken, doch einmal straffte sich der Stoff, und Svea sah das grobschlächtige künstliche Gliedmaß darunter. Vielleicht war sie ein Kollateralschaden, von einem schuldbewussten Runner hier abgeliefert? Jemand der der Straße auf diesem Wege entkommen war? Die ihre - ohne Frage sehr kostspielige - Wiederherstellung hier abarbeitete? Svea musste sich das Mädchen bildlich vorstellen, ein abgerissener oder verstümmelter Arm, irgendwo in der Gosse verblutend, starr vor Angst und Schock. Und einer dieser verchromten Kampfmonster, mehr Maschine als Mensch, entdeckte einen kleinen Rest Menschlichkeit in seiner gepanzerten Hülle.

Der Weg der Schatten berührte wohl eine Menge mehr Leute als die, die zur Waffe griffen und ihren Zielpersonen. Davon hörte man im Kino nichts.

Das Büro des Arztes war auffallend groß. Das Panoramafenster zeigte zwar nichts wirklich Interessantes, aber immerhin eine Menge davon. An der Seite des Fensters war ein leicht abgesetztes Bedienfeld aus Rauglas eingelassen, wobei Svea auffiel, dass dieses Glas für eine Praxis eine bedenkliche Dicke hatte. Ob man den Einschlag der Kugel eines großkalibrigen Scharfschützengewehrs hier überhaupt hören würde? Wahrscheinlich ... ganz leise.

Der Rest war aus einem schwarzen Kunststein, echtem schwarzen Marmor ganz ähnlich. Nur die authentische, edle Aura fehlte.

Wieder wartete sie einige Minuten. War dieser Arzt genau so wenig darauf versessen die notwendigen Gespräche zu führen? Irgendwie wäre das zumindest beruhigend.

Wie auf´s Stichwort öffnete sich die Tür, und der Doc trat ein. Wie immer in seiner Ärztekluft.

Da war es wieder, er zögerte einen Moment, ihr in die Augen zu sehen. Dann setzte er sich ihr gegenüber und blickte sie so direkt an, dass es im krassen Gegensatz zu seinem ausweichenden Verhalten gerade eben stand.

>>Beschwerden?<<

Einige Sekunden vergingen, bevor sie antworten konnte.

>>Was ist passiert?<<

>>Sie sind in einen Unfall verwickelt worden. Hier in Seattle, auf der Intercity. DocWagon ... <<, und weiter kam er nicht, bevor Svea ihm ins Wort fiel.

>>Das ist genau das ... genau das, was sie mir beim ersten Mal gesagt haben!<<

Mühsam nahm sie sich zusammen, eigentlich hatte sie hier ja gar nichts zu fordern. Einmal durchatmen, zweimal durchatmen. Neuer Versuch.

>>Ich hatte einen Unfall, okay. Was ist da passiert und warum? Ich erinnere mich langsam wieder an mehr, aber mir fehlt noch immer eine ganze Menge, und ich ...<<

Wieder hatte sie sich unbewusst an den Hinterkopf gegriffen. Eigentlich wollte sie weiterreden, aber der eisige Blick des Arztes lies sie zögern, bis er das Wort ergriff. Wieder hatte er diesen harten, kalten Tonfall.

>>Ihr Fahrzeug wurde beschossen, was zu erheblichen Sekundärschäden geführt hat. Einige andere Fahrzeuge wurden durch die Sache ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.<<

Wie ein militärischer Bericht, ging es ihr durch den Kopf, bevor er weitersprach.

>>Sie wurden von sieben Projektilen Kaliber 13,2 getroffen.<

Aua. Alleine der Gedanke daran war schmerzhaft und irgendwie kaum zu glauben. Dieses Kaliber - schwere MG´s im Allgemeinen - waren nicht unbedingt bekannt dafür, irgendwas an einem Stück zu lassen. Solche Waffen wurden gegen Fahrzeuge und Flugzeuge eingesetzt, nicht gegen Metamenschen! Das Kaliber 13,2 war neueren Datums, und hatte das verlässliche 12,7er der meisten schweren MG´s noch lange nicht abgelöst. Der Beschuss war also nicht von Leuten gekommen, die sich in Hinterhöfen mit Waffen eindeckten. Während sie so die Richtung ihrer Gedanken beobachtete, kam ihr, dass das ebenfalls verdächtig nach einem militärischen Bericht klang. Papa hatte eine gute Soldatin aus seiner Kleinen gemacht.

Papa.

Der Kloß in ihrer Kehle wurde größer. Die Gedanken drifteten jetzt in eine klar absehbare Richtung. Sie konnte nicht sagen, wie lange sie nicht sprechen oder denken konnte, aber als sie den Arzt wieder reden hörte, hatte er seine Stimme ein wenig gesenkt.

>>Ándá Kell war mein Freund ... was ab hier passiert, liegt nicht mehr in meiner Hand. Ich habe nichts von ihm außer einer Pflicht, die ich erfüllt habe ... und eine Erinnerung.<

Sie hob den Blick zu einer Frage, schaffte es aber nicht, auch nur ein einziges Wort herauszupressen.

>>Ich habe deine OP geleitet und erhalten, was ich konnte. Die Mittel, die er dir hinterlassen hat, waren hilfreich dabei, dein Leben zu retten.<<
Unvermittelt war er in das 'du' verfallen, und Svea hatte kein Interesse, ihn unnötig darauf hinzuweisen.
>>
Er hätte dir sicher freigestellt, dich auf das, was er in unseren Gesprächen 'den Krieg' nannte, einzulassen. Dazu gehört natürlich die ganze Bandbreite militärischer Implantationen. Eine Arbeit, die ich niemand anderem überlassen hätte. Es war meine Entscheidung, diese Option vorzuziehen und dir jetzt schon zu geben, was er dir später angeboten hätte.<<

Irgendwie hüpfte ihre verzweifelte Welt einfach wieder an den emotionalen Punkt einer früheren Frage zurück und entfernte sich von diesem schrecklichen Leid, das sie im Moment empfand. Vielleicht der einzige Weg weiterzumachen, aber trotzdem fühlt man sich als Beifahrer in sich selbst, ohne große Chance ins Lenkrad zu greifen.

>>Was ... an mir ist denn noch echt, was bin ich jetzt?<<

>>Du hast in deinem Leben nie einen großen Bogen um Implantate gemacht. Vergiss nicht, dass ich deinen Körper auf meinem Tisch hatte. Balanceschwanz, zerebrale Modifikationen, kosmetische Zahn- und Ohrmodifikationen und die ersten Schritte der Muskeloptimierung. Bei weitem kein - wie wir sagen - legaler Körper. Der Krieg, von dem dein Vater sprach, ist da draußen, soweit waren wir uns immer einig. Er unterscheidet nicht, ob wir uns ihm stellen oder nicht. Meine Entscheidung war zum Teil den Notwendigkeiten geschuldet. Dein Schädel war beschädigt, der Torso in weiten Teilen strukturell zerstört. Viele deiner Organe konnte ich mit den von Ándá vorbereiteten Genproben nachzüchten, aber die Skelettstruktur wiederherzustellen, wäre zuviel für den Körper gewesen. Zuviel auf einmal. Und es war meine Entscheidung, dich jetzt schon zu bewaffnen.<<

Damit schob er ihr eine durchsichtige Plastikscheibe hin, die in ihrer Hand fast unterging. Wieder blinkte ein Kreis um ihren Fingerabruck, und Text erschien. Eine Liste mit Implantationen. Fachausdrücke über Fachausdrücke, von denen sie nur wenige zuordnen konnte, obwohl sie in diesem Feld kein völliger Neueinsteiger war. Aber offensichtlich war sie bisher eher daran interessiert gewesen, was cool war, und darum kein Interesse für echtes, fachliches Wissen gehabt. Als könnte er ihre Gedanken lesen, begann er zu übersetzten. Volle Muskel- und Gelenkoptimierung, gepanzerte Skelettstruktur in Armen und Beinen. Die stärker beschädigten Bereiche in Kopf und Torso waren vollständig durch polykeramische Verstrebungen mit Einlagen aus Gelpanzerung ersetzt worden. Die waren unauffälliger als starre Hartpanzerung, und zusammen mit einem Echthautüberzug die größtmögliche Annäherung an Normalität für sie. Allerdings würde die berührungsechte Haut auch nichts anderes erlauben als feine ballistische Gelschichten, die kinetische Energie absorbierten und dabei verdampften. Sie wirkten unter der Haut fast wie etwas zäheres, aber doch echtes Fettgewebe, statt blankem Stahl, wie es echte Hartpanzerung getan hätte. Er schien damit - aus fachlicher Sicht - nicht ganz glücklich zu sein, dennoch, er hatte so etwas Ähnliches wie Rücksicht gezeigt.

Durch den Schock, diese Unsicherheit, die sie empfand und ihre Wahrnehmung veränderte, wirkte er nun irgendwie menschlicher. Er entschied kalt, mechanisch, losgelöst vom Schmerz, aber irgendwo dort drinnen, empfand er ihn. Svea spürte diesen Schmerz, der nirgendwo hin konnte, und fühlte Mitleid.

Alles, was sie geworden war, lag noch immer in ihrer Hand. Sie musste nicht so werden wie der Latino. Sicher, sie würde kämpfen müssen, aber sie hatte eine Wahl. Sie würde vielleicht, wenn sie stark war, nicht einmal so werden müssen wie ihr Gegenüber.

Sie nickte, und fand Frieden mit dem Gedanken. Das neue 'Sie' begann sich zu definieren.

>>Ich ... ich hatte eine Tätowierung auf meinem Arm. Ich schätze mal, die war nicht mehr zu retten ... könnte man die wieder herstellen?<<
Das war wichtig, es zeigte, dass es ihr Körper war, mit der Geschichte, die sie, und nur sie, beschlossen hatte, darauf zu schreiben. Ein Anker der nun notwendiger war als je zuvor.

Etwas überrascht über so etwas Nebensächliches nickte er.

>>Sie kennen mich jetzt einigermaßen Doc, und wissen sehr viel über mich, und auch über meinen Vater ... aber ich kenne nicht mal ihren Namen, Doktor M-Punkt-Sander<<, wie sie von seinem Kittel ablas.

Er zögerte nur einen Sekundenbruchteil bis er sage:

>>Mein Name ist Risen.<<

 

25.09.2059

Seattle, Tacoma-District, Loveland "The Barrens"

 

Die Sonne stand hoch über dem Dschungel. Svea saß wieder auf ihrem Dach und betrachtete die Stadt in den wärmenden Strahlen. Aber heute betrachtete sie mit anderen Augen. Heute war sie sie selbst, das neue Ich. Risen war hilfreicher gewesen, als er vielleicht denken würde. Er war irgendwie ... echt. So echt wie ihr Vater gewesen war. Und ein Stück weit ein Grund weiterzuleben, zu glauben, dass das Leben überhaupt weitergehen konnte. Jetzt, wo eine so große Konstante weggebrochen war.

Als sie sich ihre Medikamente abholen wollte und sagte, dass Risen sie geschickt hätte, wurde sie von dem Mann von der Medikamentenausgabe angebrüllt, dass sie ihn 'Doktor Sander' zu nennen hätte. Ihr war während des Termins bei ihm nicht aufgefallen, dass er sie bereits vollständig in seinen leeren, staubigen Salon der engeren Bekannten eingeladen hatte. Aber es fühlte sich gut an jemanden zu kennen, zu dem man zurückgehen konnte, jemand, der zur gleichen Welt gehörte.

Es war ein überraschend warmer Tag für den September, fast dreißig Grad. Aus irgend einem Grund hatte sie sich nie an die Fahrenheit der Amis gewöhnt und rechnete in Celsius. Sie genoss die Berührung der Sonne, die ihre neue Haut viel besser verkraftete als die alte, natürliche. Während der Wüstenausflüge, als Kind, hatten sie meist die Nacht bevorzugt, oder kräftig Sonnencreme mitgebracht. Wieder eine kleine Erinnerung ohne besondere Bedeutung. Die nordische Haut hatte  Probleme mit der kräftigen Sonne amerikanischer Wüsten gehabt. Diese alltägliche Sorge loszuwerden, machte eine gewisse, eingeschränkte Unverwundbarkeit ganz angenehm. Einfacher zu akzeptieren. 

Heute hatte sie einen Plan. Ein echtes Leben anfangen, etwas Sinnvolles tun. Und ... ganz nebenbei etwas Geld verdienen. Ein bohrender Gedanke im Hinterkopf fragte, was sie später tun würde. Das, da war sie sich ziemlich sicher, hatte auch Risen durch die Blume gefragt. Rache? Würde sie diejenigen suchen, die für den feigen Anschlag auf sie und ihren Vater verantwortlich waren? Eigentlich durfte sie sich diese Frage gar nicht stellen. Es war doch klar, dass sie dazu verpflichtet war.

Auf der anderen - wesentlich rationaleren - Seite fragte sie sich, wie viele Sekunden sie überleben würde, wenn sie sich mit Leuten anlegte, die etwa auf Augenhöhe mit ihrem Vater agierten. Wollte sie Rache? Gar nicht so leicht zu beantworten, wenn man sich die Frage nur vor sich selbst stellte. Rache konnte ihr nicht wiedergeben, was man ihr genommen hatte, und die Person, als die sie sich sah, wenn sie sich vorstellte, was sie mit den Mördern tun würde ... vor der hatte sie Angst. Ja, sogar mehr als vor diesen Leuten.

Würde sie die Mörder so lange am Leben halten wollen, bis sie auch nur das Mindeste an Wiedergutmachung bekommen hatte? Konnte das auch nur das kleinste bisschen Genugtuung bringen? Ihre Gedanken malten ganz unwillkürlich Bilder von einem Kampfmesser, Blut, Angst, Vergeltung.

Sie bemerkte, dass sie weinte, oder zumindest das Tränen ihre Wangen herabliefen - während sie die Empfindung dazu nur gedämpft wahrnahm. Kalter Schmerz, eingeschlossen in einem Körper. Vielleicht war das die Maschine ... hoffentlich.

Die konnte man hoffen zurückzudrängen.

 

Svea fingerte vorsichtig die Blendgranate unter der Abdeckplane hervor und sicherte sie wieder mit dem Splint, dann packte sie ihr Motorrad aus. Das schnittige, grau-neonorange abgesetzte Chassis hatte unter der Trollmodifikation kaum an Grazilität eingebüßt, zumindest, wenn man keine Größenreferenz hatte. Alles alles war perfekt abgestimmt. Und ein zusätzlichen Plus, von dem der Anbieter nichts in der Werbung erwähnte - im Notfall konnte man mit der knappen halben Tonne Schönheit auch mal eine nervige Ecocruiser-Ratte von der Straße rammen.

Sie schob die Maschine durch ein paar Hintergassen - kein Grund die Geier auf so eine schöne Maschine aufmerksam zu machen - bevor sie sich in Richtung Distriktgrenze Payullup aufmachte.

Vielleicht war es eine blöde Idee, der sie da aufgesessen war, aber am Rande der Barrens gab es bestimmt weniger harte Einstellungskriterien für ambitionierte Talente wie sie. Und sie wollte etwas Sinnvolles und Legales machen, was es wiederum in den Barrens kaum gab. Eine Dreiviertelstunde später - einmal quer durch das Quasi-Kriegsgebiet - hatte sie die recht verschlossen wirkende Klinik mit dem Neonlogo von DocWagon erreicht.

Papa hatte auf den privaten Rettungsdienst geschworen, und Svea hatte nicht selten einen Einsatz gesehen. Die so ziemlich letzten, die sich noch bemühten, blutende Menschen von der Straße zu kratzen und zeitnah in Behandlung zu bringen. Und das zu einem akzeptablem Tarif. Okay, vielleicht hatten ein paar der guten Erinnerungen an das Logo auch mit eher selbstverschuldeten Superstunt-Geschichten zu tun, in denen Freunde von ihr sich alles Mögliche gebrochen hatten.

Aber was soll´s, wenn sich ihre potenzieller Arbeitgeber wegen ihrer illegalen Cyberware beschwerte, würden die Bullen eh nicht kommen. Nicht in dieses Gebiet. Also konnte sie´s ziemlich locker auf sich zukommen lassen.

Heute hatte sie sich Mühe gegeben, etwas Allgemeinverträglicheres anzuziehen. Gegen die prachtvolle Haarmähne aus künstlich verfilzten Dreads wollte sie nichts unternehmen, weil es die Hölle war, die ganze Chemie rauszuwaschen, die mit genau so viel Chemie erst mühevoll reingepumpt worden war. Heute waren es eine einfache, schwarze Armeehose und ein enges schwarzes Kunstfastertop. Darüber noch eine grau-neonorangene Motoradjacke, damit sie wenigstens im Ansatz noch so wirkte, als mache sie sich Gedanken über Motorradunfälle.

An der Adresse angekommen stellte sie ihre Maschine an der Straße ab und hängte sorgfältig das gut lesbare Schildchen an den Lenker, auf dem 'Deine Organspende ersetzt mir die Kratzer' stand. Bei der Größe der Maschine - die einen Trollbesitzer versprach - die beste Versicherung, und oft genug die einzige. So konnte sie wenigstens sagen, der Dieb war gewarnt gewesen.

Sie sah hoch, als ein schwer auf Stadtkampf gebürsteter FedBoing-Commuter in kaum zwanzig Meter über die Straße hinweg flog. Ein schöner Anblick. Grazil drehte sich die Maschine und senkte sich mit ihren zwei, jetzt aufgestellten, Rotoren am Ende der geschwungenen Flügel grazil auf den Dachlandeplatz der Klinik. Ein warmes Gefühl, Menschen zu helfen. Grade jetzt, wo sie ihre eigene Rettung noch so frisch im Gedächtnis hatte.

Eine leicht abgeflachte Seite der Klinik hielt Ausfahrten für weitere Rettungsfahrzeuge bereit, meist wohl relativ normale Krankenwagen, aber von den Dimensionen her bestimmt auch für den einen oder anderen Citymaster. Gepanzerte Backsteine, die in keinem Gangwar-Szenario fehlen durften. Nicht immer waren die Gründe dafür, dass ein DW-Kunde blutete, schon wieder weg. Dann musste man halt etwas nachhelfen, und DocWagon half. Das war der Ruf und das Geschäft der Truppe. Kanonen und Pflaster.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße besorgte sie sich noch eine handvoll Taccos - ein weiterer Beweis einer begrenzten Unverwundbarkeit so etwas ohne umfassende Backround-Recherche zu essen - da fiel ihr auf, dass sich bereits jemand für ihr Motorrad interessierte. Keine zwei Minuten hatten die Kids gebraucht, um ihrer Gier zu erliegen. Der junge Troll mit abgerissener Jeans und Kunstlederjacke war jetzt schon so groß wie sie, und sein orkischer Kumpane in Dritte-Hand-Armeekleidung hatte zumindest die ersten beiden Meter hinter sich gelassen. Klar, warum die beiden keinen besonders ausgeprägten Instinkt als Diebe hatten - wer so dumm war, sie zu erwischen, war Müsli.

Die beiden hatten die gleiche braun-graue Haut und die gleiche Begeisterung für Zahnpflege, wie ihre krummen, halb fauligen Hauer bewiesen. Der Troll hatte auch die häufig vorkommenden Knochendornen aus Ellenbogen und einem Knie ragen, die Svea als Riese völlig fehlten. Ein echter Segen, wie sie sich dachte. Asymmetrische Wulste, die einem jede Teilnahme am Leben zu einem Glücksspiel machten. Ups, tut mir leid, wieder ein Monorail-Fahrgast unglücklich entleibt, und das nur, weil man sich unvorsichtig umgedreht hatte. Trolle hatten es echt nicht leicht. Und Svea wünschte sich ehrlich, dass der Löwenanteil der Trolle es sich nicht trotzdem so leicht machen würde.

Jetzt grabbelte der Große mit seinen wulstigen Fingen am Lenkradschloss herum, offensichtlich hatte er das Schild nicht mal bemerkt. Wie dumm von mir, wahrscheinlich kann der nicht mal lesen.

Okay, das war genug.

Der Kleinere erstarrte in der Bewegung und starrte seinen Kollegen an, der nach einer Weile dümmlich zurückstarrte. Der Ork zeigte auf das von eingetrockneten Flecken übersäte T-Shirt seines Partners. Was er sagte war kurz, möglicherweise ein alles erklärendes 'Altaaa'.

Es dauerte wieder ein paar träge Sekunden, bis der Troll an sich runter sah, und einen kaum zitternden roten Lichtpunkt über dem verwaschenen Druck einer nackten Elfe mit unrealistischer Physiognomie erkannte, der ganz langsam an ihm hochwanderte. Ein kurzer, strunzdummer Impuls lies ihn darüberwischen, in der Hoffnung den Lichtpunkt weg schnicken zu können. Erst dann hatte sein Verstand die Problematik erfasst, und lies ihn sich umsehen. Sie legte gar keinen Wert darauf, zu verhehlen, dass der rote Punkt des Lasermakierers von ihrer Hand stammte, die unter ihrer Jacke verborgen war. Mit der Tacco-Hand winkte sie ihm zu und lächelte.

Er brauchte wieder ganze Sekunden bis er die Geste verstand. Er starrte stumpf zurück, irgendwo gefangen zwischen Frust und keiner Idee, wie er eine Kugel aufhalten könnte. Erst sein Kumpel, der jetzt auch einen Blick auf die Frau mit der versteckten Waffe geworfen hatte, zerrte an seinem Ärmel, und ihn nach kurzem Widerstand auch wieder zurück in die Welt der dunklen Hintergassen.

Svea schüttelte den Kopf und packte das kleine Werbegeschenk, ein Kugelschreiber von AimTec mit einem billigen integrierten Laserpointer, wieder in die Innentasche ihrer Motorradjacke. Ihr Familien-Tacco hielt noch ein paar Minuten, genug um sicher zu stellen, dass die beiden nicht gleich wieder aufkreuzten, um sich richtigen Ärger einzufangen.

 

Hinter einer leicht zerkratzten Glasfassade war die Klinik ein etwas abgenutzter Traum aus weis und grün. Ein weites Foyer, unterteilt in gelangweilte Wartezimmeratmosphäre und hektische Notaufnahme. Ein guter Querschnitt der Barrens lungerte hier herum. Die, die notorisch versuchten ein paar Drogen mitgehen zu lassen, die, die es nicht lassen konnten, sich Kugeln einzufangen, die vermutlich nicht mal ihren Namen trugen, und natürlich die, die versucht hatten irgendeine Batteriesäure zu rauchen.

Alle wurden aufgenommen, sortiert und mehr oder weniger behandelt. Alles unter dem aufmerksamen Blick sehr schneidig wirkender Sicherheitsleute. Dunkelgrüne Uniformen mit Schirmmützen, schwarze Panzerwesten. Die Bewaffnung war abschreckend gewählt und bestand hauptsächlich aus umgehängten Colt Cobra-Maschinenpistolen.

Ein Moment dachte sie darüber nach, einfach abzuwarten, bis man sie sich genauer ansah, aber das hätte wohl den falschen Eindruck erweckt. Also ging sie zu einer der Infopunkte und wartete so unauffällig wie es ihr möglich war an dem niedrigen Tisch.

Die erste überarbeitete Tippse, die ihr Aufmerksamkeit schenkte, bekam eine digitale Initiativbewerbungsmappe auf einem Datenstick und ein nettes Nicken. Svea wartete gar nicht erst darauf, weggeschickt zu werden, sondern ging zurück zu den zahlreichen Sitzgelegenheiten, zog sich auf dem weg einen herrlich kosteneffizienten Soykaf und richtete sich auf Wartezeiten inmitten des allgegenwärtigen Chaos ein. Mal sehen, wie viel ich  wirklich von der realen Welt verstehe. Also theoretisch konnte es so laufen: Jemand, wie diese Trollin hier würde auffallen. Sie war groß, offensichtlich vercybert - der Schwanz war der dezente Hinweis - und ziemlich trainiert. Sowas würde sich ein Menschenkenner ansehen und mit etwas Glück auch ihre furchtbar zivile SIN für gefälscht halten. Tatsächlich sollte das für sie sprechen. Für einen Runner, der mit einer miesen SIN hier rein wollte, nur um zu klauen, war sie zu diszipliniert, oder zumindest hatte sie vor, diesem Bild gerecht zu werden. Also müsste sie jemand sein, der mehr Talente hatte, als er an Bezahlung erwarten durfte, kompensiert zu bekommen. Firmen aller Art liebten solche Leute. Die Büros mit den Schildchen 'Risikomanagment' und 'Mitarbeiterakquise' lagen ja naturgemäß mehr als nur auf dem selben Stockwerk.

Klar würde man sie wie ein heißes Eisen anfassen, aber vielleicht war das Angebot doch zu verlockend. Solche Unternehmen waren schließlich mit einem engen Budget versehen und mussten sich mit weit rentableren Franchise-Niederlassungen messen, die weniger nahe am Kriegsgebiet lagen. Kliniken in denen nur reiche Kids auftauchten, weil sie Daddys Koks gefunden hatten. Also musste man in diesen weniger rentablen Kliniken für kleines Geld große Muskeln mieten können, sonst litt das Image der Marke. Sie konnte sich auch ganz ehrlich nicht vorstellen, dass jemand, der sie halbwegs richtig einordnen konnte, irgendwelche Heile-Welt-Vorstellungen oder gar Skrupel hatte, einen potenziell gemeingefährlichen Runner einzustellen. Zumindest nicht in dieser Gegend.

Es dauerte fast drei Stunden, und Svea kam in den Genuss der Erkenntnis, wie beruhigend sich ein interner Datenspeicher mit Vernetzung der Augen und Ohren machte, um Zeit totzuschlagen. Wer sich fragte, wann man mal die Zeit finden konnte, die Flut neuer Filme und Serien dieser medial völlig überlaufenen Zeit abzuarbeiten - der hatte keine Cyberaugen.

Einer der Wachmänner, ein untersetzter Mensch mit sorgfältig versteckter Halbglatze, bat sie schließlich, ihm zu folgen. Er begleitete sie auf die professionelle Art, die sagte: 'Ich hab´ schon mehr als einen Junky weggepustet, und ich weis wie lang deine Arme sind'.

Er führte sie in ein Büro, das verdächtig an die allseits beliebten Rekrutierungscenter des Militärs erinnerte. Mit Fahnen, Bildern und Auszeichnungen. Der Mann hinter dem Schreibtisch war klar als Offizier für die martialischen Aspekte des Konzerns erkennbar, keiner der reinen Aktenordnerfreaks und auch kein Arzt. Offensichtlich hatte man sie gleich an die richtige Stelle durchgereicht.

Der kantige Mann um die Fünfzig sah sich demonstrativ ihren Bewerbungsstick an und runzelte die Stirn, dann sah er sie ohne ein weiteres Wort an. Eigentlich ganz schön gewagt, sich mit solchen mimischen Andeutungen an einen Troll zu wenden, dachte sich Svea und verbuchte es unter so etwas Ähnlichem wie 'ernst genommen werden'.

>>Sie wollen genau was von uns?<<, fragte er, und irgend etwas an seinem Tonfall klang so, als gäbe es eine Reglung, wie lange er sich die alltäglichen, dämlichen Ausreden anhören musste, bis er einen vor die Tür setzen durfte. Wahrscheinlich werd' ich gerade zu Schulungszwecken aufgezeichnet, dachte sie sich noch amüsiert.

>>Ich suche einen Job, und DocWagon ist ein respektabler Arbeitgeber. Da drüben ...<<, sie blickte durch die Wand in Richtung Barrens, >>herrscht Krieg, und damit kenne ich mich aus. Was ich will, ist aber halt ein ehrlicher Job. Ist ihre Entscheidung, was sie in dem kleinen Stück Plastik zwischen ihren Fingern sehen.<<

Klare Ansage - die SIN ist gefälscht. Svea hoffte einfach darauf mit Ehrlichkeit weiterzukommen als mit Lügen.  

Er überlegte, was er davon halten sollte, wahrscheinlich irritiert von der Menge an Andeutungen, statt der erwarteten Grunzer.

>>Okay, ich nehme mal an<<, meinte er wieder mit gerunzelter Stirn, aber offensichtlich gewillt, sich auf das Thema einzulassen, >>dass jemand, der so viele Wörter kennt, auch eine Idee hat wie viele Penner hier reinkommen, die scharf auf unsere Uniformen, Waffen, Medikament und Geräte sind. Habe ich recht? Natürlich. Also, ich soll jemanden einstellen, der mir jeder Zeit um die Ohren fliegen kann. Warum sollte ich das tun?<<

Svea hatte gehofft, es würde einfacher, aber dieser Typ war wahrscheinlich nicht den ersten Tag in seinem Job und hatte bestimmt auch nicht das erste Mal einen Troll vor sich. Klar, die einzige Möglichkeit für so jemanden, den Job halbwegs ordentlich zu machen war, den Troll in seinem Gegenüber zu ignorieren und ihn wie jedermann zu behandeln. Das machte den Mann eigentlich nur noch sympatischer, reduzierte seine Überlebenswahrscheinlichkeit in der sechsten Welt, sprach aber ansonsten für ihn.

Der Gedanke, dass der Offizier seinen kleinen Text in seinem sarkastisch-depressiven Alltag wahrscheinlich auch genauso unvoreingenommen einem waschechten Drachen vorgetragen hätte, lies sie fast lachen.

>>Guter Einwand ... ehrlich gesagt, hab'  ich wenig Argumente. Ich stehe vor der Frage, was ich jetzt mache. Meine Wurzeln liegen ziemlich genau da, wo sie´s vermuten dürften, aber ich hab' damit nichts zu tun. Also entscheidet sich jetzt für mich, ob ich drum herum komme. Dieser Job, was auch immer sie mit mir anfangen können, ist eine meiner ziemlich überschaubar-vielen Optionen. Und wenn ich nichts anzubieten hätte, wäre ich nicht hier.<<
Etwas Hoffnungsvolles schlich sich in ihre Haltung, als sie anhängte: >>Normales Gehalt, und von mir aus stellen sie jemanden ab der mir auf die Finger sieht. Geben sie mir keinen Zugang zu irgendwas Wichtigem hier. Ich will einfach nur in eins ihrer Teams.<<

Er haderte. Ehrlichkeit schien noch nicht vollständig von seinem Panzer aus Alltagsfrust abzuperlen. Er lehnte sich zurück und bedachte sie mit einem langen, forschenden Blick.

Svea fürchtete, ihre Chancen den Bach runtergehen zu sehen, und hängte noch plappernd an, was ihr gerade in den Sinn kam: >>Wissen Sie ... ich denke mir immer, es gibt da den Guter-Mensch-Typ-I, der, wenn er im Supermarkt ist und seinen Einkaufswagen zurückbringt, denkt, er sollte ihn dorthin schieben, dass alle Reihen möglichst gleich lang sind und jeder gut an einen Wagen kommt. Dann gibt es den Typ-II, der sich denkt, dass, wenn er das tut, er den Job des Rentners, der die Wagen gleichmäßig zurecht schiebt, gefährdet.<<

Der faszinierte Gesichtsausdruck des Mannes machte ihr klar, dass sie wohl ziemlich psycho rüber kam, und besser eine gute Pointe bereithalten sollte.
>>Und dann gibt es da noch den Typ-III. Der überlegt sich, dass die Rentner so wenig zum Leben bekommen, dass es eine Schande für die Gesellschaft ist, und solchen Zeug. Dass sich das alles nie ändern wird, wenn es diese miesen Drecksjobs weiterhin gibt, die diese Leute trotz aller Verdienste ihres Lebens noch weiter zum Arbeiten zwingen. Und dass sich das alles erst ändert, wenn es Bürgeraufstände gibt, weil hunderte oder tausende Rentner verhungern. Und ... naja, ich brauche ganz einfach eine Chance beim ersten Typus zu bleiben.<<

Jeder Trottel hätte erkannt, dass der Offizier gerade damit rang etwas zu tun, das seine Instinkte für einen saudummen Fehler hielten. Wie jeder Berufszocker, der all-in ging, weil er ein gutes Blatt in der Hand hielt, und einfach nicht widerstehen konnte. Da er noch immer darüber nachdachte, war die Entscheidung, es trotzdem zu tun, eigentlich schon gefallen. Er brauchte nur noch einen Moment, sein Gewissen zu beruhigen. Dann meinte er: >>Alle zwei Wochen ein Drogentest, und Sie werden die gesamten Anforderungen der HTR-Teams bestehen oder Waffen putzen, bis ihnen dieser tolle Job aus den Ohren rauskommt, verlassen sie sich drauf, denn Sie kosten mich den Platz von zwei Leuten auf einem Fahrzeug. Viel Glück beim Standarteinstellungstest - morgen, nullfünfhundert.<<

Svea fiel ein Stein vom Herzen. Ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft. Und er hatte sie gleich für die echten Troubleshooter bei DocWagon vorgesehen. Die High-Threat-Response-Teams hielten sich nicht mit Zusammenflicken und Wegrennen auf. Sie wurden erst gerufen, wenn es unausweichlich Ärger gab. Genau das, wofür sie ausgebildet war. Ein Schritt in Richtung Zukunft.

Die Welt von Shadowrun spielt in unserer näheren Zukunft, in der Kybernetik und Konzernherrschaft, der schöne Schein des normalen Lebens und die brutale Realität der Söldnerkriege in den Schatten der Alltag sind, nur von einer feinen Schicht guten Glaubens und der Medien getrennt. Die Magie ist zurückgekehrt und hat die ohnehin nicht sonderlich friedfertige Welt noch weiter ins Chaos gestürzt. Elfen, Zwerge, Trolle, Orks und andere mythische Wesen sind erst als Mutationen, dann als normal Geborene wieder in die Welt zurückgekehrt und haben das bestehende Chaos noch vertieft. Die Gesellschaft ist bunter als je zuvor, und hatte nie zuvor so viele Gründe sich zu misstrauen. Auch so im zum freien Stadtstaat angewachsenen Seattle, das zwischen den Resten der alten USA, den UCAS und den CAS, sowie den großen Indianerstaaten ein eingezwängtes aber profitables Leben führt. 
Ein Hong Kong für Konzerne, Kriminelle und alle anderen, die auf die gleiche Weise ihr Geld verdienen.

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nikitatarsov.deviantart.com/ar…

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Kommt noch^^

Was bisher geschah:

Svea ist aus dem Koma erwacht und erlangt nun erst langsam ihre Erinnerungen zurück. Ihr Vater, ihre einzige Familie in einer feindseligen Welt, ist fort, und Svea kämpft um ihren Verstand, ihr Ich, und gegen die Entmenschlichung durch all das, was man an Cyberware in ihrem Körper verbauen musste, um ihr das Leben zu retten. 
Nach dem ersten Einleben versucht sie sich daran, wieder Kontakt zu Menschen aufzubauen, muss aber feststellen, wie weit sie sich von diese 'Normalen' entfernt. Also kehrt sie erst einmal an den einzigen Ort zurück, der ihr geblieben ist - die Schattenklinik, in der man sie zusammengeflickt hat. 

Glossar:

SIN
System-Identifikations-Nummer, die neue Sozialversicherungsnummer, wie sie in einem Großteil der Welt Verwendung findet. Weitaus fälschungsresistenter, wenn auch natürlich nicht immun dagegen. Die SIN ist auch mit dem Konto verbunden und beinhaltet praktisch alle Daten der Person, und macht sie - sofern nicht manipuliert - mit jedem Kauf einfach aufzuspüren. 
Streetdocs
Unabhängige Selbstständige im medizinischen Gewerbe. Meist besteht ihre Arbeit darin angeschossene Verbrecher zusammenzuflicken. Etwas seltener findet sich die Kompetenz diesen Subjekten auch das eine oder andere Stück Cyberware zu implantieren, oder diese Ware zu reparieren. Natürlich gibt es auch noch die grauen, die, ohne Lizenz oder den Mitteln eine legale Praxis zu betreiben. Solche finden sich oft als einzige Anlaufpunkte für Hilfe in wirklich heruntergekommene Viertel, in denen sich keiner eine Versicherung oder einen echten Arzt leisten kann.
Schattenklinik
Streetdocs in professioneller Struktur. Unabhängige, die sich ihre eigene Infastruktur aufgebaut haben, oder die Klinik im Dienste eines Syndikats betreiben. In jedem Fall stellt die Wahl einer Schattenklinik für einen Runner einen enormen Vertrauens- und Kompetenzvorteil dar - so lange er sich das leisten kann und der Klinik keinen Ärger macht.
Ork
Eine der verbreitetsten Metavarianten nach dem Erwachen. Orks sind an die zwei Meter groß, muskulös und besitzen Hauer. Orks sind etwas weniger ansehnlich was die Norm angeht, und werden oft als dumm und kriminell hingestellt, eben als Unterschicht. Orks haben neben ihrer angeborenen physischen Vorteile noch eine natürliche Nachtsicht.
Riese/Troll

Eine der wohl auffälligsten Veränderungen der Menschheit während dem Wiedererwachen waren die Trolle. 2,40-3,00m große Humanoide mit leicht gorillahaftem Körperbau, Hörnern und unregelmäßigen Knochenauswüchsen, die in einer industrialisierten Welt ein schweres Auskommen haben. Stark und zäh sind sie nicht gefeit gegenüber Ausbeutung, Rassismus und Verfolgung, auch wenn das vielen nichts ausmacht, und sie einfach mit voller Härte zurückschlagen. Trolle sind einfacher im Kopf und weit weniger schön anzusehen als Menschen oder gar Orks, was die Probleme und Lösungen nur noch vielfältiger macht. Riesen hingegen sind genetische Abweichungen des Troll-Metatypus die meist im norden Europas auftreten, aber weit seltener sind. Sie sind noch etwas größer und stärker, doch fehlen ihnen die Auswüchse und die dicke Haut. Auch weisen sie einen menschlicheren Körperbau auf. 
CombatBiking
Genau das, wonach es klingt - als Sport. Hart und brutal um den abgestumpften Zuschauern noch etwas halbwegs legales bieten zu können.
DocWagon
Medizinischer Dienstleister, der sozusagen aktive Versicherungen anbietet. Ist man Kunde, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten einen Notruf abzusetzen. DW wird dann schnellstmöglich ein Rettungsteam schicken, das sich in aller Regel auch zu wehren weiß. Bis auf direkte polizeiliche Maßnahmen und Atomkriege wird sich DW nicht davon abhalten lassen, ihren Kunden zu retten - sofern irgend wie möglich. Stößt DW dabei auf echte Gegenwehr, schicken sie spezielle Einsatzteams - die etwa mit dem SWAT zu vergleichen sind. Ruf ist alles. 
Soyfood/Soykaf
Nahrungs- bzw. Kaffeeersatz aus botichgezüchtetem Soya. Erhältlich mit dreitausend verschiedenen Geschmacksrichtungen mit den Dauerrennern Blau, Gelb und Sahne.


Personen:

Svea Finnia Kell (Falsche SIN: Àila Virtanen)

Svea gehört zu den erwachten Rassen und dem Metatypus des Riesen an. Riesen sind eine nordeuropäische Subart der weltweit verbreiteten Trolle, den Homo Sapiens Robustus. Für eine Riesin ist sie mit ihren 260cm recht klein geraten. Als Riesin fehlt ihr weitestgehend die eher gorillahafte Statur von Trollen mit langen, starken Armen und extrem breiten Körperbau. Svea ist trainiert und sportlich gebaut, ihre Muskeln und breiten Schultern mögen nicht jedem normalen Menschen zusagen, doch unter Trollen ist sie fast zierlich. Eisblaue, fast mandelförmige Augen und schulterblattlange, schneeweise Haare kommen von der väterlichen, samischen Seite, in Dreads und Rastas, während sie die Haut ihrer indianischen Mutter geerbt hat, ein Braun das leicht ins Rot tendiert. Die willkürliche Ausprägung gleich zweier so deutlicher genetischer Charakteristika erklärt sich durch die wilde Magie, die Sveas Mutter im Krieg zu beherrschen suchte, die auch das ungeborene Kind berührt haben. Auch die Ansätze des Albinismus, wie die Haare, werden heute von Magieakkademikern der Empfänglichkeit für magische Ströme zugeschrieben.

Svea ist 18 Jahre alt, was für Trolle bzw. Riesen etwas reifer ist als bei Menschen, zumindest körperlich. Seit ihrer frühen Kindheit trägt sie einen Balanceschwanz, eine kybernetische Erweiterung des Körpers der mit ihrem Rückgrad verbunden ist. Ihrer speziell ist mit Kunsthaut überzogen um 'natürlicher' zu wirken als das Basismodell in segmentierten Metall. Darüber hinaus hat sie verschiedene Bodymods, einfach, weil sie ihr gefallen. Sie hat schneeweise Dreikanthörner von ca. 30cm, voll bewegliche, spitze Wolfsohren und ein angepasstes Gebiss, in dem die Hauer ersetzt wurden durch ein Raubtiergebiss oben und unten. Mit manchen dieser Mods fällt sie selbst in der sehr individuellen Welt von Shadowrun auf, aber bei weitem nicht mit allen. 


Kleine Anmerkung des Autors:

Sveas Geschichte ist mehr als ein Plott wie wir ihn aus den SR-Romanen kennen, oder weniger, je nach Blickwinkel. Mein Augenmerk liegt nicht auf einem Run oder dem alltäglichen Elend des Runnerlebens, sondern dem Ganzen. Ich möchte von der Welt erzählen, von ihren Details und den tausend Ansätzen für Geschichten, die ein Spielleiter nutzen kann um seine Spieler zu begeistern. Als langjähriges Opfer einer wirklich erschreckend guten SL bin ich schlichtweg süchtig geworden, und möchte diese Sucht, eine unendlich verwinkelte und individuelle Welt zu erleben, an die Spieler und Spielleiter unter meinen Lesern weitergeben. Vielleicht kommen ein paar Ideen für ein Abenteueransatz dabei heraus, vielleicht nicht. Aber zumindest der Versuch ist es mir wert, auch wenn Sveas Geschichte den Rahmen eines klaren, zielstrebigen Runs sprengen mag.

Noch zwei kurze Warnungen: Der Hauptcharakter ist nicht der durchschnittliche Charakter den man (in einem SR-Roman) erwarten würde, so wie es wohl die wenigsten wirklich interessanten Persönlichkeiten wären, die man beleuchten könnte. Daher nicht Mister-08:15-Runner. Und dann noch der Hinweis, dass ich trotz des sehr abweichlerischen Hauptcharakters versuche, die Welt für die nichteingeweihten Freunde des Cyberpunk genau so wie für die eingefleischten Shadowrun-Liebhaber zu erkunden und darzustellen. 


I do not own any rights of Shadowrun. I only own all about my OC Svea Finnia Kell and all side charakter in my story, noone of them is from the original Shadowrun setting. My setting may differ from the original world in those parts i didn´t find a explanation for. 
Btw.: I addet a lot of own creations to this setting as i have it in our rpg-group. 
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:iconduchesseofdusk:
DuchesseOfDusk Featured By Owner Jan 4, 2017  Hobbyist General Artist

Hey Hi! :iconreadthine-readmine:
Zugegeben, es ist schon eine ganze Weile her, dass ich von deiner Geschichte hier etwas gelesen habe und ich habe kurz gebraucht, um mich wieder einzufinden. Aber dann ging es gut :)
Hier finde ich deinen Humor sehr schön. Es kommt mir auch nicht unpassend oder zu viel vor, wie ich vorher mal kritisiert habe. Ich nennen einfach mal Beispiele, die mir gut gefallen haben:
:bulletblack:Runner gehen nie unbewaffnet aufs Klo
:bulletblack: Über den Elf mit den vielen Datenbuchsen musste ich lächeln wie auch über die Beschreibugn des Latinos "Quadratisch praktisch gut"
:bulletblack: Batteriesäure rauchen? Das klingt schon witzig, aber ich hätte eher erwartet, dass die Leute Batteriesäure schlucken. Ist das eine bewusste Anspielung auf Monkey Island, Teil 1 meine ich? Da gibt es doch auch so ein verrücktes Rezept was Leute zusammenmischen und da kommt auch Batteriesäure drin vor, meine ich.
:bulletblack: Die Idee, dass Svea die potentiellen Motorraddiebe mit einem einfachen Laserpointer abschreckt, finde ich wirklich gut. Auf der einen Seite musste ich lächeln, weil es eine eigene Komik besitzt. Auf der anderen Seite zeigt es deutlich, dass Svea nicht dumm ist und offensichtlich nicht vorhatte, die Jugendlichen zu erschießen/ zu verletzten etc. Sie ist also durchaus damit zufrieden, wenn sich die Jugendlichen einfach zurückziehen und ihr Motorrad in Ruhe lassen.  Wir kennen Svea als durchaus gewaltbereit aber sie vermeidet hier eindeutig unnötige Gewalt, was sie wiederum sehr sympathisch macht. 
:bulletblack: Das Warnschild am Motorrad mit der Organspende finde ich auch witzig

Auch wenn du in diesem Kapitel immer mal wieder Erklärungen zur Welt einstreust, finde ich das meistens ganz gut. Okay, welches Kaliber die Waffe hat, interessiert mich jetzt nicht und darüber zerbreche ich mir auch nicht den Kopf. Aber das ist eben der Geek-Faktor, über den sich andere wiederum freuen. Und ich kann sowas einfach überlesen. Ich merke mir nur, dass es keine einfachen Billig-Runner waren, die Svea und ihren Vater überfallen haben.
So finde ich gut, wie du von der Welt in den Schatten und später auch in den Barrens erzählst, es als "Krieg" bezeichnest und relativ am Anfang des Kapitels zu dem Schluss kommst, dass es kein Schwarz oder Weiß gibt. Denn genau so sehe ich die SR-Welt auch, also eben in vielen Grautönen. Und momentan versuche ich die neuen Hauptcharaktere in meinem SR-Roman "Gezeichnet" genau so darzustellen. Als prinzipiell schlechte Leute, die aber nicht völlig schlecht sind und ich versuche zu sagen, dass es durchaus noch schlechtere Leute aber auch viele bessere gibt. Es ist eben nichts schwarz und weiß und ich finde es gut und wichtig, dass du es hier so deutlich machst. Und natürlich gefällt es mir, dass Svea die Welt nicht so simple begreift, sondern alles komplexer sieht.

Im Wartezimmer beschreibst du den Straßensamurai als eine Art typischen Charaktertypen der SR-Welt. Diese kleine Erklärung finde ich wieder sehr gut. Es ist nicht viel, passt aber genau in die Szene. Es artet nicht in langen Erklärungen aus, die störend wären. Svea sieht einen Straßensamurai und ihr geht eben diese kurze Erklärung durch den Kopf, die du mit dem Leser teilst. Das finde ich sehr gelungen. Allerdings würde ich folgenden Satz leicht abändern: "ganz offensichtlich ein Streetsam. Ein Straßensamurai. Ein Krieger, der mehr..." Das "Streetsam" würde ich durch "Straßensamurai" ersetzen, da du in Deutsch und nicht in Englisch schreibst. Und dann würde ich das zweite "Ein Straßensamurai" weglassen, da es sonst zu viel wird. Es wird auch so schon zu viel, mit dem englischen und dem deutschen Begriff, einen würde ich auf jeden Fall streichen.
Mir gefällt wieder sehr gut, wie Svea hier über ihre eigene Menschlichkeit und die Maschine nachdenkt. Wie viel an ihr ist noch echt? Ich finde gut, dass sie dem Doc dann auch diese Frage stellt. Das ganze Gespräch mit dem Doc finde ich wieder sehr gut, wie vorher auch schon. Allerdings vermisse ich ein paar Erklärungen zu ihrem Gedächtnisverlust und der seltsamen Art, wie sie sich am Anfang erinnert hat. Sowas hatte ich schon erwartet, denn wollte Svea ihn nicht auch genau deswegen fragen? Oder hast du es in einem vorherigen Kapitel ergänzt und ich habe es vielleicht noch nicht gelesen?
Aber ich kenne Cyberschädel auch so, weil jemand einfach einen harten Schädel haben will, und nicht nur als Behandlung nach schweren Verletzungen.
Weiterhin gefällt mir, wie Svea über Rache nachdenkt. Das beweist, dass sie eben keine kalte Maschine geworden ist, sondern ein menschliches Wesen ist. Auch finde ich ihre Entscheidung gut, sich erstmal um andere Dinge zu kümmern und nicht sofort auf Rache zu versteifen. Weil du hast Recht: Was bringt ihr Rache? Ihr Vater wird dadurch nicht wieder lebendig.


Verwirrt hat es mich, als du von Filmen aus dem Jahr 2060 sprichst. Deine Geschichte spielt doch im September 2059. also kann sich Svea keine Filme von 2060 ansehen, nur alles, was in 2059 produziert wurde.
Dabei ist mir auch eingefallen, wann war eigentlich SURGE? War das nicht 2060? Weil vorher gab es doch keine Riesen und so, oder? Ich meine, diese "Unterarten" der Metatypen sind erst mit SURGE entstanden. Das soll jetzt keine Kitik sein. Es ist mir nur so aufgefallen. Von mir aus kann Svea ein Riese sein, auch vor dem Auftreten von SURGE.


Sveas "Jobinterview":
Also mir gefällt hier vor allem, dass sie einfach ehrlich ist. Denn für ihren potentiellen Arbeitgeber ist es ja so, wenn sie hier schon unehrlich ist, wieso sollte er sie dann einstellen? Man erwartet doch, dass die Angestellten zumindest im Job ehrlich sind. Daher finde ich gut, dass Svea die Idee kommt, ehrlich zu sein, und dass sie damit auch Erfolg hat.
Allerdings finde ich den Vergleich mit den Einkaufswagen schon echt merkwürdig. Ich weiß auch nicht genau, was du damit sagen willst. Klar es gibt nette Leute, Leute die an andere (hier die Rentner) denken und solche, denen alles egal ist. Aber ich weiß nicht, ob du das sagen wolltest. Ich würde an deiner Stelle ein anderes Bild wählen und einfach klarer ausdrücken, was du meinst. Ich finde die Sache mit den Einkaufswagen generell komisch und ich habe bisher auch noch nie Rentner gesehen, die die Wagen gleichmäßig auf die Schlangen verteilen.
Hat Svea den Job eigentlich so einfach gekriegt? Wenn ja, finde ich das schon etwas zu einfach. Ich würde hier erwarten, dass sie am nächsten Tag zumindest zu einem Test ihrer Fähigkeiten vorbeikommen soll, bevor sie wirklich genommen wird.
Außerdem verstehe ich nicht, wieso du schreibst, dass "...der Offizier gerade damit rang, einen saudummen Fehler zu machen...". Damit sagst du ja, Svea einzustellen ist falsch. Aber als Leser kennen wir Sveas Absichten bereits und die sind, bisher zumindest, ehrlich.  Ich kann nachvollziehen, dass DocWagon eigentlich anders HTR-Team-Leute einstellt und nicht einfach so jemanden nimmt, der kräftig vercybert ist und dahergelaufen kommt. Aber ein "saudummer Fehler" ist Svea deshalb ja nicht, zumindest nicht aus ihrer Sicht. Und so, wie du es beschreibst, ist es ihre Sicht bzw. die Sicht des Erzählers. Aber vielleicht willst du hier auch schon dezent verraten, dass Svea ihre Absichten ändert und dann doch ziemlich bald etwas tut, was DocWagon nicht will? Wenn ja, würde ich hier aber darauf verzichten, denn wie gesagt, ich finde es komisch, von einem "Fehler" zu sprechen.
So, das wars mit meiner romanartigen Kritik. Ich hoffe, es ist wieder was Brauchbares für dich dabei :)


Und ich gebe mir Mühe, bald mal deine Kommentare zu den vorherigen Kapiteln zu lesen und nochmal drüber zu schauen, wo du was geändert hast :ashamed:
Reply
:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Jan 5, 2017  Hobbyist Artist

Heyho mal wieder=D

 

Oh, dass is doch schön^^ Dabei hab´ ich zumindest absichtlich keinen großen Unterschied in der Häufigkeit gemacht ... vielleicht hat sich das aber auch einfach von selbst geregelt :shrug:

 

Man muss ja mal ein paar Klischees abarbeiten xD Runner sind ja in erster Linie Spielercharaktere, und benehmen sich in der Regel wie AD&D-Charaktere auf Crack(Weil Rollenspieler halt leider oft genau so sind. Im Fantasy wollen sie am liebsten den Barbaren mit Stärke 113 spielen, und verzichten dafür auch gerne auf die Mindestintelligenz um die Sprache zu beherrschen, und genau so trifft´s auch viele andere RPG-Systeme(btw. wird's nicht im Geringsten besser wenn sich eine Bande von Physikstudenten zum SR-Abend trifft ... wow, das tut sogar beim Zuhören weh :rofl:)).

 

Batteriesäure: Ja das war als Gag gemeint, so als Querschnitt aller Arten von improvisierten Rauschmitteln gemeint, die man billig findet und einen schnell umbringen. Der Trend Kleber und Badesalze zu schnüffeln/rauchen is ja auch extrem verbereitet -.-

Oh, ja, das war ein Bestandteil des Grogs in dem Spiel ;)

 

Laserpointer: Huh, das is ja noch besser angekommen als erhofft=D Ich bin ein riesen Fan von solchen Tricklösungen für Probleme, die im SR irgendwie immer mit face-to-foot-style Lösungen oder gleich der bewaffneten Überreaktion gelöst werden. Aber freut mich das die Szene so gut Informationen transportieren konnte. Und ganz ehrlich - Svea is für einen durchschnittlichen Hauptcharakter eigentlich viel zu gut im Kampf, also hab´ ich genug Platz in ihrem Konzept, warum sie gar nicht kämpfen will.
(Btw.: Wenig is geiler als wenn man mit irgendwas brutal Banalem mehr erreicht als mit der besten Ausrüstung^^ Immer, wenn ich die Ausrüstungsliste von SR zusammenstelle kommen die wichtigsten Gegenstände drauf die man für Geld kaufen kann: Zippo, Zahnspiegel, Klebeband, Zahnseide usw..)

 

Kaliber: Hm, verstehe das Problem. Die Sache (in meinem Kopf) ist: Wenn eine Information fällt, verwendet der Hauptcharakter normalerweise 30% davon, den Rest ignoriert er einfach. Aber in jedem Dreck kann sich eben dann doch noch ein weiterer Hinweis verstecken, wie z.B. in dem Kaliber hier. Wenn der Anschlag einfach mit einem 08:15-Kaliber verübt worden wäre, hätte dies keine weiteren Infomationen über die Attentäter gegeben, denn egal ob Noob, der sich nix anderes leisten kann, oder Superagent, der sich gezielt unauffällige Allerweltswaffen besorgt um den Job zu erledigen, beide würden eben diese alten Kaliber verwenden. Jemand der das auffälligere Kaliber aber auch entgegen des Statements, das er damit hinterlässt, bevorzugt, der will entweder eine Aussage treffen wie 'Harhar, ich wars und werd' einen Scheiß tun meine Spuren zu verwischen!', oder 'Ich bin ein Profi, und verwende nur meine kleine 'Betty' hier, die ich liebevoll an mich angepasst habe'.

Naja, auf sowas will ich hinaus, das SR eigentlich viel komplizierter ist, als es normalerweise, bzw. oft begangen wird. Is halt blöd dass man dafür alle Zusatzinfos erwähnen muss, was sicherlich etwas langatmig ausarten kann :/

Aber dass diese Erzählweise, wie ich sie halt auch von meiner SL kenne und liebe, nicht ganz einfach ist, zumindest als zu-lesendem Text, kann ich schon verstehen, Um so mehr freut es mich das du da wohl eine ganz ähnliche Meinung zu hast. Das ist mir wichtig und dass vermisse ich sooft bei Autoren und Spielern und SLs(wobei letztere natürlich den Spielstil und die Detaildichte mit den Spielern abstimmen müssen, und daher nicht immer voll verantwortlich für ihr Tun sind:giggle:)

 

Wartezimmer: Wieder danke^^ Musste mal ein abschreckendes Beispiel bringen=P Und die beiden sind ja sowas von Stereotyp.

Ouh, ja, das mit dem Sam hab´ ich korrigiert, stimmt .. seltsam.

Danke das du mir Mut machst wegen der Gespräche. Irgendwie fühle ich mich da sehr wohl, und will immer viel mehr Bandbreite an Informationen, Emotionen und körpersprachlicher Interaktion mit reinbringen als das so normalerweise passiert. Also wieder mehr von einer Sache, die im Rollenspiel, im Bestfall, so großartig ist und den Charakter formt. Manchmal schwierig die ganzen Andeutungen noch soweit zu erklären, als dass man sie nicht ignoriert, aber auch noch versteht :fear:

 

Gedächtnisverlust: Hehe, ja ich weis. Sie ist sich des Problems bewusst, will aber eigentlich gar nicht drüber reden, und jetzt, wo sie emotional noch durch den Wind ist, schafft es ihr Unterbewusstsein sich immer drumherum zu winden das Gespräch zu führen, dass all die alten Wunden(Ihr Trauma, der Tod ihres Vaters) wieder aufreißen wird. Aber das kommt erst später, da sie selbst sich die Frage ja momentan gar nicht stellen kann, weil sie sie erfolgreich verdrängt hat. Im Grunde ist es einzig der aufmerksamere Leser, der sich die Frage nun schon bewusst ist. Leider kann ich im Text selbst nicht 'vertrösten', dass es später noch erklärt wird, und nicht einfach nur übergangen wurde. Ich hoffe damit kannst du noch einen Moment leben.

 

Cyberschädel: Öh, ich hab im zweiten Satz noch als Option für den rein medizinischen Grund noch: ' Oder natürlich, wenn man das Ganze mit Panzerung versehen wollte' angegeben. Aber grundlegend - also für den Zivilisten, der Svea ja größtenteils eigentlich ist - ist die meiste Cyberware ja eine medizinische Option, also ist dieser Betrachtungswinkel auch bei ihr vorherrschend.

 

Rache: Yay^^ Rache ist auch so eine Hollywood-Emotion, die schnell zum stumpfen Reaktionsmuster von 90er-Jahre-Actionhelden führt. Das wollte ich nicht, also setzt sie sich damit eben etwas differenzierter auseinander. Angst versus Wut und so. Toll das dir das gefällt:)

 

2060: Hab´ ich korrigiert. Kleiner Fehler wegen des Vorgreifens - ich wollte mir etwas Zeit lassen bevor ich unweigerlich über die 2060er Marke rausche und mir dann Weltinfos anlesen muss, auf die ich gar nicht so scharf bin x.x

 

SURGE: 2061-2062 rum. Aber Riesen und einige andere Unterarten(mit festgelegten Modifikatoren, die sich weitestgehend an den ursprünglichen Metaformen orientieren) gab es bereits sehr früh. Praktisch nicht abgegrenzt von den ursprünglichen Metaformen die um 2020 rum angefangen haben. Das beweist z.B. mein recht antikes Kompendium aus dem 2er System, das bis 2054 'zulässig' ist xD Da stehen alle Unterarten drinnen.

 

Das Jobinterview: Hehe, so is sie halt, und da sie eh keine Ahnung hat, wie sie sich geschickt in den Job hineinlügen könnte(oder in irgend einen Job, den die normale, verlogene und aufgehübschte Jobwelt von heute ist ja im rechtsreduzierten und sozial wesentlich konkurrenzstärkeren Welt von SR zwangsläufig nur noch härter). In den meisten normalen Jobs wird eine gewisse Anpassung an das, was erwartet wird, einfach vorausgesetzt. Aber davon hat Svea - die noch nie einen Job hatte - keinen blassen Schimmer. Also hofft sie einfach das der Typ hinterm Schreibtisch auf die, logisch-ökonomischen Gründe reagiert, auch wenn er sie vorgetragen bekommt. Aber Glück gehabt, sehr viele in seiner Machtposition hätten sich wohl bevormundet gefühlt und sie deshalb nicht eingestellt. Aber der hier ist zu baff.

 

Anforderungen: Öhm, er meint doch, dass sie ALLE Anforderungen wird schaffen müssen, und keine Drogen etc.. Also klar bekommt sie den Job nicht blanko, aber die Standarteinstellungstests sind kein größeres Problem, deshalb gehe ich das nicht noch mal durch. Ich werd´ recht bald hiernach noch mal ein standardisierten Besuch auf ner ShootigRange durchspielen, auch um weitere Leute vorzustellen, da ist das praktisch 'mit drinnen' (zumindest hab ich mir das so gedacht, schön ökonomisch, damit sich möglichst keiner zu sehr langweilt^^).

 

Einkaufswagen: Hmmm, ja, das ist tatsächlich sehr tricky zu erklären - und mit Sicherheit auch so zu verstehen wie´s mir durch den Kopf ging. Ich werd´s aber trotzdem mal versuchen darzulegen, auch wenn das sicherlich nicht den Kritikpunkt entkräftet, sehr unverständlich zu sein.

Ich wollte ein Bild malen das man in ziemlich banalen Situationen kennt, aber man sich nie Gedanken darüber gemacht hat. Das sind dann normale leute, die halbwegs glücklich leben und damit zurechtkommen. Die allermeisten eben.

Dann könnte man einen Gedanken weiter gehen, und diese Situation bemerken. ich z.B. hab' die Renter schon recht häufig gesehen wie sie das machen. Ob´s regnet oder schneit, kaum in der Lage die große Schlange von Wagen halbwegs sicher über den Parkplatz zu schieben. Da ist der instinktive Gedanke dann, beim nächsten zurückbringen des Wagens, das man dem das ersparen möchte, und ihm die Arbeit abnimmt. Kostet ja keinen Mehraufwand es selber gleichmäßig zu verteilen, aber man macht´s, weil man niemandem grundlos den Tag anstrengender machen möchte. Ist im Prinzip auch noch eine akzeptable Welteinstellung mit der man klarkommen kann, aber es fällt einem schon schwerer, weil man plötzlich auch sonst überall Leute sieht, denen es schlecht geht, obwohl das vielleicht gar nicht sein müsste. Man ist sozusagen sensibilisiert. Und dann kann man sich emotional schon aufreiben, wenn man das ganze Elend der Welt plötzlich sieht, statt nur in sich gekehrt und für sich zu leben und zu empfinden(du siehst, wir befinden us schon im Bereich von leicht blödsinninger und nicht-zielführender Lebenseinstellungen. Aber so werden Leute mit hoher Emphatie schließlich durch ihre Umwelt Depressiv). Und dann, in der Entscheidung unter diesem Elend, das man plötzlich überall sieht, zusammenzubrechen und sich einen Strick zu nehmen, oder die Situation umzudrehen und in die offensive zu gehen - das ist dann Typ III. Die sind dann die Amokläufer, serienmordenden Sektierer, etc. dieser Welt. Die, die ihre Betrachtung der Welt so viel Verstehen und Konsequenz hinzugefügt haben, dass sie in dieser Welt nicht mehr leben können.

Wieder, das sind im Wesentlichen, und durch ein sehr banales Beispiel gepresst, die Stadien des Wahnsinns unserer Zeit(bis in die schöne Zeit von SR ;P)

Ist ein ziemlich schwieriger philosophischer Ansatz, aber ich wollte ihn eben reinnehmen, weil er so viel ausdrückt(sofern er ankommt). Nicht zuletzt, weil es ein Problem skizziert, das ich selbst habe, und oft genug Schwierigkeiten damit habe, die Welt nicht all zu global zu hassen(auch wenn meine Lösung nicht in einem Krieg gegen die Welt ausartet, aber ich sehe halt das Problem dieser gedanklichen Entwicklung. Wenn sich nur einer, der auf diesem Pfad wandelt, dadurch zum Nachvollziehen und Durchatmen inspiriert fühlt - ist es jeden literarischen Stolperstein wert).

Also wenn dir eine bessere Analogie dazu einfallen würde, immer her damit.

 

 

 

Hey, romanartig ist gut^^ Dann ist die Wahrscheinlichkeit, das sich der Kritiker wirklich mit dem Text beschäftigt hat wesentlich größer als wenn es so eine kleine, allgemeine Aussage ist.

War auf jeden Fall brauchbar, zwei Korrekturen hab'  ich direkt vorgenommen, und der Zuspruch zu ein paar Szenen war auch ganz toll:) Man zweifelt ja immer mal an seinem Geschriebenen, egal ob man´s beim Schreiben gut fand oder nicht ... also ich zumindest.

 

Übernimm dich nicht gleich wieder;) Ich schreib immer ewig viel zurück weil ... naja, einmal weil ich gerne über mich und meine Sachen rede(xD), sondern auch weil ich so viel erklären will und ... dann isses auch wieder ein eigener Roman. Ich komme selbst kaum noch hinterher dem gerecht zu werden x.x

Auf der anderen Seite heule ich natürlich nicht wenn du doch mal die Zeit findest, aber hier eilt nichts =D

 

Dann danke - ein weiteres mal - für eine tolle und ausführliche Kritik!
Reply
:iconduchesseofdusk:
DuchesseOfDusk Featured By Owner Jan 5, 2017  Hobbyist General Artist
Hey gern geschehen mit der Kritik :)
Hm, vielleicht war mir dein Humor in den vorherigen Kapiteln auch einfch zu scghwarz oder ich fand ihn unangebracht? Ich weiß es nciht mehr. Ich weiß nur, dass ich es hier sehr passend fand und das ist ja für dieses Kapitel wichtig :)

Joa, alle Rollenspieler benehmen sich ähnlich, egal ob AD&D oder SR und egal, ob Physikstudent oder Gärtner ^^ Es gibt ja nicht umsonst diese Kategorie "Rollenspieler", wenn ich es mal so ausdrücken darf ;)

Erinnerungen: Oh, ach so. Ich hatte eben gedacht, dass es hier endlich kommt. Aber na gut. Dann werde ich mich wohl noch gedulden müssen. Mal gucken, ob es mir dann passend erscheint, wenn du es endlich schreibst, sonst werde ich einfach weiter mäkeln ;)

Kaliber: Also für mich ist das nur dein persönlicher Geek-Faktor. Ich weiß doch, wie gerne du dich mit den Waffen von SR beschäftigst ;) Andere SR-Geeks erwarten sowas mit Sicherheit auch von SR-Geschichten. Ich habe für Waffen nunmal nicht sehr viel übrig udn werde mir das auch nie richtig merken können, ganz egal wie oft ich ins Regelwerk schaue. Dafür gibts bei mir eben anderes Geek-Zeug mit der Matrix, Drohnen und in der Magie habe ich auch schon skurrile Sachen gefunden und die bleiben im Kopf. Wer weiß, ob ich die irgendwann auch nochmal auspacke. Das sind eben Sachen, die ich an der SR-Welt viel spannender finde, als Munition und Waffen. Aber das ist ja das Schöne an SR, es gibt so viele Sachen, da ist für jeden was dabei. Und am Ende ist jeder irgendwo ein Geek, der sich zu viel mit SR befasst ;)

SURGE: wow, ich habe nicht nachgeschaut, wann das war. Dann hatte ich es mit 2060 ja ziemlich gut im Kopf ;)
Okay, dass es die Metavarianten vorher auch schon gab, war mir nicht so ganz klar. Hatte ich ja auch dazu geschrieben. Aber mich stört es ja sowieso nicht, dass Svea eine Riesin ist, egal seit wann es Metavarianten gibt ;)

Jobinterview und Anforderungen: Hm also ich würde erwarten, dass er sowas sagt, wie "Kommen Sie morgen um 10 Uhr vorbei und wir machen die ganzen Tests ob Sie auch für den Job geeignet sind". Wei als er von den Anforderungen spricht, ist mir eben nicht ganz klar geworden, dass Svea vorher schon alle möglichen Tests machen muss. Keine Sorge, ich meine nicht, dass du die Tests alle beschreiben musst. Mir fehlt hier einfach nur die klare Ansage, dass sie welche machen muss.
Was du mit der Shooting Range geplant hast, klingt doch schon mal gut :)

Einkaufswagen: Und wenn du es so ähnlich schreibst, wie du es mir erklärt hast? Dann kannst du dein Einkaufswagenbeispiel behalten, weil so habe ich es jetzt endlich verstanden.
Reply
:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Jan 9, 2017  Hobbyist Artist
Vielleicht bist du mittlerweile auch verdorben genug durch den Arbeitstress oder happy genug wegen Urlaub xD Ne, wenn´s passt bin ich glücklich^^

Ich bitte darum=P

Erinnerungen: Jaaaa, is irgendwie doch recht (... relativ) weit nach hinten gerutscht. Aber es kommt zur Sprache! Erst wundert sie sich ein bisschen für sich selbst, dann später wird sie genötigt mal etwas klarzukommen, und dann ... dann! :giggle:
Jo, einfach mäkeln, ich schau dann ob sich´s auflöst, bzw. du kannst ja dann ein abschließenden Kommentar dazu abgeben, wenn's endlich passiert ist.

Kaliber: Zugegeben, erwartet wird es wohl tatsächlich von einem SR-Roman. Steht meines Wissens sogar in den Listen der Dinge, die ien Autor einzubauen hat, von Seiten des Verlages her. Ich dachte mir, der hauptcharakter wird das spezieller wahrnehmen womit er sich auskennt. Sie is zwar kein Kanonenfreak, aber wegen ihrem Runner-Daddy kennt sie sich halt schon aus. Wäre sie ien Decker, der nix mit Schusswaffen anfangen kann und auch keinen Plan davon hat, würde sich das sicher derart niederschlagen, dass sie einen fetten Revolver einfach als ne 'verdammt fette Knarre' versteht, nicht mehr. Dafür würde sie jeden Decker an seinem Deck und seiner Avatar-Auflösung einschätzen. Der Rigger dann mit Fahrzeugen, usw..
Waffen sind, wie ich finde, aber auch ein guter Aufhänger für den Leser, weil er diese Begrifflichkeit ja schon hinreichend aus Serien, Filmen, Computerspielen, etc. kennt. Das hilft sich da hineinzuversetzen. Und wenn wir ehrlich sind, der durchschnittliche SR-Spieler ist ein (Hier bitte spezifischen Nerd-Aspekt eintragen)-Freak. Der Streetsamspieler spielt halt statistisch auch gerne Egoshooter, und so. 
Aber damit der Leser dieser speziellen Fachkompetenz des Charakters auch folgen kann, und die Info, die sich daraus ergibt versteht, hab´ ich´s halt detailliert erklärt:shrug:
(btw.: Ich bin voll hilflos wenn´s um Decking-Regeln geht. Magie und Fahrzeug-Regeln ... huuuuh, kenne ich genau so gut, das ich die dümmsten Spielerideen erkennen und verhindern kann, mehr nicht)

SURGE: Naja, wenn sie voll der Gen-Freak wäre würden viele Leute wohl doch anders auf sie reagieren, und das hätte ich dann doch spezieller erwähnen müssen, finde ich. Wenn man sich einen Freak baut, will man ja auch irgendwie bewundert und verabscheut werden, das sollte sich im Protagonisten ruhig spiegeln =P

Jobinterview: ich hab` noch mal was angehängt, weil mir was eingefallen ist das nicht zu sperrig ist^^ 

Einkaufswagen: Hmm, schwierig. Hier würde das wohl doch zu weit führen und die Szene unterbrechen. Aber - ich hab' später, wenn sie - wie angekündigt - mal ein Gespräch über ihre Psyche führt, diesen Teil noch mal Behandelt. Ich hoffe da wird es dann auch den Lesern deutlich was gemeint ist, die sich noch keine eigene Meinung gebastelt haben. Is ja im Prinzip alles Philosophie ... im weitesten Sinne :giggle:

Aber gleichermaßen cool wie überraschend, dass ich das wohl in Worte fassen konnte, und die halbwegs verständlich gewesen sein müssen O.O
Reply
:iconduchesseofdusk:
DuchesseOfDusk Featured By Owner Jan 10, 2017  Hobbyist General Artist
Kaliber: Deine Charas kennen sich meistens irgendwie mit Waffen aus ;) Ich denke, weil du deinen Spaß daran hast ^^
Klar sind einem viele der Begrifflichkeiten aus dem heutigen Leben vertraut. Ist beim Decker aber nicht so viel anders: Ob jemand den Standard-Avatar verwendet oder eine aufwendige Figur merkt man ja heute auch schon. Klar wirds bei der Matrix im SR ziemlich schnell abstrakt, aber einige Sachen (wie z.B. Avatare und Qualität der Verbindung) kann man auch gut ohne spezielles SR-Wissen verstehen.
Aber ich behaupte mal, viele Leute kennen sich mit Waffen auch nicht besonders gut aus, auch wenn sie Filme gucken, PC-Spiele zocken oder Bücher lesen und so. Aber dafür gibts heute genug Jugendliche, die anhand des Klingeltons erkennen können, was für ein Handy du in der Hosentasche hast ;)
Naja, ich denke mir einfach: jedem das Seine. Bei SR gibts ja Auswahl genug, das für viele verschiedene Geschmäcker was dabei ist ^^
Und ja, Aki sieht einen großen Revover als genau DAS. Eine 'große, fette Knarre' *lol*

SURGE: Hm, also ich habe mir Aki nicht gebaut, damit der Char verabscheut und/ oder bewudnert wird. Ich fand die SURGE-Merkmale einfach 'cool'. Und ich wollte, dass der Char ein Freak ist, der auffällt. Es ging mir ums Auffallen, nicht um Abscheu oder Bewunderung :shrug:

Jobinterview: Jup, habe die letzten paar Absätze nochmal gelesen. So mit der Erwähnung des Standardeinstellungstestes morgen finde ich es gut. Mehr brauchst du ja auch gar nicht sagen. Jetzt würde ich nur noch im nächsten Kapitel, das nach dem Einstellungstest spielt, kurz erwähnen, dass der Test gut lief/ sie ihn bestanden hat. Da brauchst du auch nicht viel sagen. Einfach nur "dagewesen, Test war okay, alles bestanden. Job gekriegt" (okay, vielleicht 1-2 Details kurz erwähnen) und dann kommen ja später noch die Ausführungen zur Shooting-Range :nod:

Einkaufswagen: Hm okay, dann warte ich hier auch, bis es später nochmal wieder vorkommt, genau wie bei den Erinnerungen :)
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:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Jan 17, 2017  Hobbyist Artist
Kaliber: Hörensagen! xD Naja, is halt ne gefährliche Welt ... und meine SL verbietet magisch begabte Charaktere xDDD
Naja, ich muss sagen, ich bastle auch sehr gerne, und da sowohl Riggerzeug da meist auf finanziellen Gründen weg fällt(aber ich hab schon mein militärisches State-of-the-Art U-Boot fertiggebastetlt, kein Problem!:giggle:), als auch das Mi-Mage-Lebendes-Kunstwerk-aus-Fokis-und-Geas-gebundener-Cyberware-DingausdemSumpf, und ich Decking von den Regeln her überhaupt nicht mag ... tja, bleibt das gute alte Ratatatpewpew-Gedönse^^
Allerdings sehe ich das auch so, das ein erfolgreicher Runner kaum drumherum kommt das eine oder andere gängige Wissen über Feuerwaffen aufzuschnappen, egal ob auf der Selbstnutzer-Seite oder der Opfer. Einfach, weil jeder Depp in dieser Szene(+Cops+Kongardisten+Syndikatsleute+Ganger+....) eine oder mehrere dieser Dinger besitzt und sie zu wohl oder Übel des Charakters auch bisweilen einsetzt. Insofern ist das Wissen über Feuerwaffen schwerlich aus der Welt heraus zu denken. 

Btw.: Das mit dem 13er Kaliber hab´ ich mir gerade als recht generisches beispiel ausgedacht. Ich weis halt dass das 12,7er seit dem zweiten Weltkrieg bis heute Verwendung findet, also gehe ich mal schwer davon aus dass es sich noch immer auf jeden Schwarzmarkt dieser Welt herumtreibt, als gibt´s auch noch die Waffen, die damit betrieben werden. Einfach, weil der Absatzmarkt stimmt. Aber genau aus diesem BWL-strategischen Gesichtspunkt heraus wird es auch ein neueres, 'cooleres' Kaliber geben, und die andere Kundensparte bedienen. Als genau genommen möchte ich darauf hinweisen, das wieder alles irgendwie zusammenhängt und realistisch ist, auch wenn die SR-Schreiberlinge damals nicht so viel Realismus an dieser Stelle investiert haben. Aber den gleichen Anspruch stelle ich z.B. auch bei wirtschaftlichen Begebenheiten. 
Das ich später Svea über Matrix-Vorgehen recherchieren lasse(bzw. einem Decker zusehen lasse) nutze ich auch um mal versuchsweise ein paar Details zu erklären, die im SR nie eine Rolle gespielt haben, obwohl sie logisch absehbar sind. Soziale Netzwerke als Informationsquellen z.B., Datafunding, dass jeder Zivilist eigentlich nutzen kann, einfach weil die Software echt easy ist und sich gut vermarktet. Genau genommen kann ein Smartphone heutzutage fast mehr als ein Deck plus angeschlossenem Decker:/
Das is doof, und da ich es unrealistisch finde teure Telekoms, oder das Bedürfnis von Idioten ohne Hobbys, einfach alles mögliche aufzuzeichnen, einfach aus der Realität von SR herauszustreichen, suche ich mir ein paar eigene Erklärungen^^

Hmmm, naja, ich kenne eine Menge (durchaus auch normal sozialisierte) Jugendliche, die den Sound und die optische Signatur einer - sagen wir mal - AK47, aus tausend anderen heraushören können, NUR weil sie dieser Flinte oft genug in Spielen und der Presse begegnet sind. 

SURGE: Ja cool sein und auffallen ist was ich unter bewundert und verabscheut werden zusammenfassen wollte. Mal will die Reaktionen der Außenwelt, man will eben einen coolen Charakter, keinen farblosen, der niemandem auffällt und auch keine Reaktionen hervorruft. 

Jobinterview: Subba^^
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:iconduchesseofdusk:
DuchesseOfDusk Featured By Owner Mar 14, 2017  Hobbyist General Artist
Klar, ganz ohne Wissen über Waffen kommt kein Runner aus ^^
Aber Aki hat eben nur ein einfaches Basiswissen, während deine Charas und du über sehr viel mehr Wissen vefügen. Aber für Aki reicht das Basiswissen auch aus, zumindest für das, was sie tun oder nicht tun will :)

Matrix-Szene kommt noch? Ich bin gespannt und freue mich schon darauf :) Also ich hoffe erstmal, bald mal wieder Zeit zum Lesen zu finden ... Mal gucken, was ich da machen kann.
Soziale Netzwerke: Also ich habe immer mit Netzwerken wie FB und Co SR gespielt. Das gab es einfach bei mir und Spieler-Chars haben auch gut und gerne in irgendwelchen Foren nach Infos gegraben und sind eigentlich immer fündig geworden. Sogar Charas ohne viel Ahnung von der Matrix ^^ Zumindest schließt SR4 sowas nicht aus, und es gibt in den Regelwerken auch irgendwo Beispiele für Netzwerke oder ab und zu mal ein paar Geschichten über Jackpoint.
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:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Mar 14, 2017  Hobbyist Artist
Klar, geht auch, so wie sicherlich viele Schamanen, die das Problem der Feuerwaffen eher anders lösen. Klar, wenn man grob Ahnung von was hat isses natürlich auch verlockend dieses Wissen zu nutzen^^ Als Char, aber dann halt auch als Autor. 

Hehe, kein großes Spektakel, aber sie beschäftigt sich halt mal damit. Sie ... mit ihrem Computer 0 xD
^^ Freue mich immer, sollte aber auch mal mehr davon hochstellen, mein Rechner quillt schon über ...
Brrrr, mir is grade Word verreckt. Ich hab' zwar jetzt umgesattelt auch Apache und Open Document, aber ich muss noch einiges konvertieren:/
Ja, ich Held kann sogar Word kaputtmachen - so geht der Nachteil Gremlin=P

Klar, ist halt realistisch. Wurde aber noch nirgends größer angesprochen das jeder in diesem Zeitalter in mehreren Netzwerken aufzuspüren ist. Derzeit isses ja schon so, dass Gefährdungsanalysealgorythmen Personen, die nicht in Netzwerken sind, als suspekt deklarieren, weil sie ihre Daten ja der Überwachung vorenthalten xD 
Ich stelle mir das auch so vor, dass der Runner, der seine Knarre zieht, sofort von zehn Kids mit dem Telekom/Smartphon/Comlink verfolgt wird. Das war´s dann mit der lieben Deckidentität. Is zwar ein lustiger Aspekt - kennen wir ja aus Serien die sich mit dem Thema befassen wie Person of Interest(ganz lustig btw.) - aber es ist halt eien ganz andere Welt irgendwie, mit anderen Schwerpunkten. 
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(1 Reply)
:icontutziputz:
Tutziputz Featured By Owner Dec 11, 2016  Hobbyist Writer
Ich muss gestehen, dass mein Eindruck von diesem Werk etwas zweigeteilt ist, wobei allerdings festzustellen ist, dass ich als Nicht-Shadowrun-Spieler nicht unbedingt zur Zielgruppe dieses Stückes gehöre.

So, nun aber zum Inhalt: Auf der Plusseite ist ganz klar der originelle und oftmals auch ironisch-augenzwinkernde Erzählstil. Dieser hat einen erheblichen Unterhaltungswert und mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht :D. Man spürt Deine Begeisterung für die Shadowrun-Welt mit all ihren zahllosen Besonderheiten und Skurrilitäten.

Doch genau diese Begeisterung führt zu dem Problem, dass Du hier (zumindest für mich) über das Ziel hinausschießt und zu viel erzählst, womit Du die eigentliche Handlung abwürgst und quasi zur Nebensache verkommen lässt. Statt die Handlung zumindest mit moderatem Tempo voranzutreiben, wird der Leser mit einer Unzahl an Informationen zu kleinen und kleinsten Details überschüttet, mit denen zumindest ich als Nicht-Shadowrunner recht wenig anfangen kann.

Es gibt immer zwei Wege, dem Leser Informationen zu vermitteln. Der erste ist das "Telling", d.h. man erzählt dem Leser einfach, was dieser wissen soll. Das zweite ist das "Showing". Hier lässt man den Leser die Information durch die Handlung, durch die Erlebnisse des Protagonisten und/oder durch das Wiedergeben von Dialogen die Welt selbst erkennen. Man erklärt also nicht, sondern man "zeigt". Um den Leser zu fesseln, ist es nötig, ein vernünftiges Verhältnis zwischen "Telling" und "Showing" zu waren. Zu lange Telling-Passagen mögen zwar interessant sein, reißen den Leser aber aus der Handlung heraus. 

Gut gelungen ist Dir daher die Passage, in der das Ork-Troll-Gespann Sveas Motorrad stehlen will. Hier lässt Du den Leser Deine Welt tatsächlich erleben (wenngleich es meiner Meinung nach noch besser gewesen wäre, wenn Du hier in der Perspektive noch etwas näher an Svea dran gewesen wärst, so dass der Leser diese Episode nicht durch die Augen des Erzählers sondern tatsächlich durch ihre Augen erlebt hätte. Aber dass wir beim Thema Perspektive unterschiedliche Strategien favorisieren, hatten wir ja bereits in der Vergangenheit festgestellt :)).

Lange Worte, kurzer Sinn: In meinen Augen verschenkst Du hier viel Potential, da Du eigentlich ein perfektes Szenario geschaffen hast, in der der Leser Deine Welt zusammen mit Svea entdecken kann, während diese langsam ihr Gedächtnis wiederfindet. In Teil 1 ist Dir dies perfekt gelungen. Hier leider nicht.

Sorry, wenn dieser Kommentar nicht ganz so positiv ist. Aber immerhin zeigt er Dir, dass all die anderen - deutlich positiveren - Kommentare von mir wirklich ehrlich gemeint waren :nod:.

Last but not least anbei noch die übliche Korrekturfahne:
Das Erbe der Schatten 3
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:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Dec 11, 2016  Hobbyist Artist
Zugegeben, es handelt sich hier doch sehr um ein Insider-Stück. Zu viele Details, die selbst in der - eigentlich sehr gut recherchierten und ausgearbeiteten - Welt des RPGs fehlen, oder zumindest nicht dargestellt werden. Ich nehme mal an, dass viel meiner Bemühungen der ausführlichen Erklärung darauf zurückzuführen ist, dass sich viele Spieler und Spielleiter, die das Spiel spielen, wenig Gedanken um Details machen. 
Man könnte sagen, da spricht der frustrierte Rollenspieler aus mir =P

Nein, tatsächlich habe ich mich selbst schon gefragt ob ich das ganze eher auf eine funktionierende - reine - Geschichte reduzieren will, wie man sie in einem Shadowrun-Roman finden könnte, oder ob ich die Geschichte eher für mich und den SR-Geek schreibe, dem Detail und Realismus gesteigert wichtig sind. Schwierige Frage bis jetzt, da ich mich entscheiden muss Svea und/oder die ganze Welt vorzustellen. Wer weis, vielleicht kürze ich es in Zukunft noch mal in eine flüssigere Fassung, aber im Moment möchte ich die vollständige am Stück erarbeiten. Insofern sehe ich deine Kritik aber als absolut gerechtfertigt. Und die Ehrlichkeit stört mich natürlich nicht, ganz im Gegenteil^^

Dass die Anfälle von sarkastischer Betrachtung dieser - ansonsten doch eher schrecklichen - Welt gut ankommen, freut mich doch sehr. Ich (und einige SR-Autoren) habe das immer als Konsequenz gesehen über diese Welt überhaupt zu sprechen. Entweder man kann das Elend und die Ungerechtigkeit ausblenden - dann taugt man aufgrund der Scheuklappen nicht als Hauptcharakter um irgendeinen Plott wahrzunehmen, oder man sieht alles und verzweifelt darüber. Der Mittelweg ist der Sarkasmus. Bisher ist der Sarkasmus sehr geteilt aufgefasst worden:shrug:

Bei der Detailbesessenheit hatte ich zum Teil den neutralen Leser im Sinn, der eben nicht alle Hintergründe und Konstellationen der SR-Welt kennt. Ohne dieses Wissen scheinen mir viele Geschehnisse ziemlich an den Haaren herbeigezogen, daher wollte ich das plastisch fassen. Gut, der eingesessene SciFi-Leser mag die Randinfos richtig verknüpfen können, aber ich kenne so viele Bücher in denen 'Das-is-halt-so'-Fakten auf den Tisch gehauen werden ohne irgendwie erläutert zu werden(Fantasy als Genre z.B. krankt da erheblich dran). Das finde ich dann immer etwas sonderbar. Ohne Erklärung (die ja durchaus zu weitschweifig sind) fürchte ich nur den Leser beglücken zu können, der sich eh keine Fragen zu stellen pflegt - genau der Typus SR-Spieler den man in einem Spiel zu hassen lernt. Infolgedessen mag meine Rücksicht auf derartige Leser auch etwas ... zurückhaltend ausfallen, eheh.

Hm, hab´ ich echt bei der Szene mit dem Motorrad die Perspektive verändert? Svea hat die beiden im Blick und sieht was sie treiben, was sie sagen bleibt ihrer Phantasie überlassen, was sie denken ihrer Interpretation. Also keine Veränderung, oder?

Schon mal danke vorweg für die Arbeit mit der Fahne, ich hab´ sie mir gezogen, kannst du also löschen^^ Hoffe ich komme halbwegs zeitnah dazu. 
Jo, dann bis zum nächsten Mal:)
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:icontutziputz:
Tutziputz Featured By Owner Dec 11, 2016  Hobbyist Writer
Hihi, dass mit dem ein wenig bösen Sarkasmus ist Dir in jedem Fall großartig gelungen :D

Und wenn Dir bereits klar war, dass Du hier nicht nur eine "reine Geschichte" sondern auch eine Art Shadowrun-Tutorial geschrieben hast, dann bin ich sehr beruhigt, da meine Kritik dann ja wirklich einen schon von Dir bemerkten Aspekt getroffen hat.

Bei der Motoradszene hast Du im Wesentlichen die Perspektive eines übergeordneten Erzählers eingenommen, der zunächst unabhängig von Sveas Wahrnehmung die Reaktionen der Diebe auf den roten Punkt beschreibst. Erst danach schenkt die Kamera zu Svea. Aber auch hier behältst Du noch eine (leicht ironische) Distanz.

Aber diese Szene funktioniert auch mit dieser Perspektivwahl. Für Deinen Sarkasmus ist diese distanzierte Sicht vermutlich sogar besser geeignet. Wie gesagt, hier handelt es sich eher um eine persönliche Geschmacksfrage - nicht um eine echte Kritik :nod:
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:iconnikitatarsov:
NikitaTarsov Featured By Owner Dec 11, 2016  Hobbyist Artist
Schön dasses Anklang findet^^

xD SR-Tutorial, hätte ich vorher drauf kommen können - ja, trifft es irgendwie=P

Hm, na gut, seltsame Welt der technischen Differenzierungen:shrug:
Ich hab' generell ein paar Probleme mit klassischen Formen, nicht nur, dass mir die Kunst 'wie man zu schreiben hat' bildungstechnisch abgeht, es ist auch so dass ich oft merke, wie einengend und - tatsächlich - beschränkend ich viele dieser Regeln finde. Insofern werde ich mir den freieren Stil wohl so oder so erhalten, immer in der Hoffnung, damit auch halbwegs lesbar zu bleiben ^^

No risc no fun! xD
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:icontutziputz:
Tutziputz Featured By Owner Dec 12, 2016  Hobbyist Writer
No risk, no fun! :nod: :rofl:
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October 7, 2016
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